Aus aktuellem Anlass

Viele Menschen haben mich um ein Statement gebeten, was ich von Michael Grewes Video halte!

Hier erst mal das Viedo:

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Michael Krewe: Hundetrainer und Inhaber des Ausbildungszentrums „canis kynos.de“, in dem er weiteren Hundetrainerinnen und Trainer seinen Weg lehrt. Hr. Fass schlug einen Blechnapf richtig fest auf die empfindliche Schnauze einer Schäferhündin, im Auftrag von Herrn Grewe!!!

Meine Meinung möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten:

Viele meiner Kolleginnen, Kollegen und Mitstreiter sprechen mir direkt aus der Seele, so dass es reicht, Sie zu Wort kommen zu lassen! Aber natürlich lasse ich auch Herrn Grewes Rechtfertigung einfließen. Ich kann dem nur eines hinzufügen: Grundsätzlich gibt es zwei Arten einen Hund zu erziehen. Entweder bringe ich dem Hund bei:

- „Hey, wenn Du gut mit mir zusammenarbeitest, springt ab und an auch eine Belohnung für Dich raus (positive Motivation!)!“,

oder

- „Wenn Du nicht gut mit mir zusammenarbeitest, wird es sehr unangenehm und / oder schmerzhaft für Dich (Meidemotivation - der Hund lernt den Schmerz und / oder die anderen Unannehmlichkeiten z.B. Anschreien, Zwicken, Leinenruck am Halsband usw. zu meiden ...)!“

Beide Methoden funktionieren, doch wird es für Ihren Hund (und Ihre Mensch-Hund-Beziehung, auch für die Beziehung zu fremden Menschen) eine sehr entscheidende Rolle spielen. Schafft sich der Mensch einen Hund an, ist das eine planbare Zeit seines Lebens.

Der Hund jedoch hat nur das eine Leben und darüber entscheiden Sie ganz alleine. Lassen Sie Ihren Hund nicht im Stich und schauen Sie nicht zu wie Ihr Hund durch den Trainer z. B. durch Leinenrucke, Zwicken, Schreien und Drohen, misshandelt wird, ob er in bestimmte Positionen – z. B. ins Sitz oder Platz gedrückt wird, ob Ihnen zu einem Würgeband geraten wird, usw.

Zahlen Sie nicht dafür das Ihr Hund systematisch das Vertrauen verliert und am Halsband noch krank geruckt wird (siehe A. Hallgren: Rückenprobleme beim Hund – wo her? Meistens durch starkes Ziehen am Halsband und die Leinenrucke!)

Sie können zu mir jederzeit Kontakt zum genaueren Nachfragen der oben genannten Themen aufnehmen.

Und nicht vergessen: Es gibt immer zwei Wege für dasselbe Problem. Immer!

Ich habe mich für die gewaltlose Art entschieden und meine Hunde und meine Kunden danken mir das – schauen Sie sich diese Bilder an! Die Freude steht den Kunden sowie den Hunden ins Gesicht geschrieben und das ist das allerschönste Kompliment an mich und meine Hundeschule!!

Übrigens: Die Absolventen von Herrn Grewe finden sie hier auf www.canis-kynos.de/informationen-canis-absolventen-2.html. SCHAUEN SIE OB IHRE HUNDESCHULE AUCH DORT GELISTET IST.

Hier ein schöner Film zum Thema (vorsicht, Satire!):

 

Die Stellungnahme von Michael Grewe an die Tierärztekammer zu dem Fall:

18.12.2012

An die TÄK Schleswig-Holstein
In Heide

Sehr verehrter Präsident,

gerne komme ich Ihrer Bitte nach, eine Stellungnahme zu dem im Internet veröffentlichen Filmausschnitt zu geben.
Es handelt sich bei dem Youtube-Film wirklich nur um einen Ausschnitt aus einem Canis-Workshop für Canis-Studenten vor vier Jahren. Was auf dem Film nicht zu sehen ist, ist das Verhalten des Hundes vorher und das Verhalten des Hundes hinterher. Dieser Ausschnitt ist gezielt veröffentlicht worden, um mir persönlich massiv zu schaden

Es handelte sich um einen Schäferhund, der als gefährlich eingestuft war und bereits Menschen ernsthaft gebissen hat. Auf dem kompletten Film ist dann auch zu sehen, wie der Hund zuvor mit Maulkorb enthemmt in Unterarm und Beine eines Menschen zustößt. Das heißt, gebissen hätte.
Es stand seinerzeit zur Diskussion, den Hund einzuschläfern oder eben mit verstärkten Maßnahmen den Hund zu öffnen und eine angepasste Alternative anzubieten. Nicht zu beißen eben!
Nach dieser Übung ist auf dem Originalfilm dann auch zu sehen, wie man sich dem Hund zum Schluss ohne Maulkorb nähern kann, ohne dass er Anstalten macht zu beißen.
Die Halterin musste ihren Hund nicht einschläfern und konnte ihn und gefahrloser managen.
Die Halterin war zuvor in mehreren Hundeschulen, ohne Erfolg!
Gerne kann ich den kompletten Film zur Verfügung stellen!

LG

Michael Grewe

Stellungnahme von Clarissa v. Reinhardt von animal learn
zum Video, auf dem unter Anleitung von Herrn Michael Grewe ein Deutscher Schäferhund misshandelt wird

Am 19. Dezember 2012 erreichten mich zahlreiche Emails mit links zu einem Video, das auf youtube eingestellt wurde und auf dem zu sehen ist, wie unter der Anleitung von Herrn Michael Grewe von CANIS ein DSH misshandelt wird. Viele Menschen baten mich um Stellungnahme, was ich von diesen Erziehungsmethoden halte und so möchte ich gleich zu Beginn meines Kommentars sagen, dass ich nicht bereit bin, diese sinnlose und fachlich komplett inkompetente Tierquälerei überhaupt als Erziehung oder Training zu bezeichnen.

Herrn Grewe ist offensichtlich jegliches empathische Empfinden gegenüber einem ihm anvertrauten Lebewesen abhanden gekommen. Der Hund zeigt starke (!) Angst, ist total verunsichert, versucht, der Situation zu entkommen und bei der Halterin Schutz zu suchen. Das alles wird einfach ignoriert, das Tier bekommt keinen Zuspruch, schon gar kein Mitleid für seine ausweglose Situation.

In einer offiziellen Stellungnahme faselt Herr Grewe dann davon, dass das vorherige aggressive Verhalten des Hundes diese Art der Behandlung rechtfertige. Ach, meine Güte, diese dumm-dreiste Rechtfertigung für Folter mussten wir uns schon so oft anhören in der Weltgeschichte... Nazi-Deutschland, Guantanamo, Folter in der Türkei, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wenn der Feind nun mal so böse ist, muss er zum Wohle der allgemeinen Sicherheit gebrochen werden. Und wenn der Hund nun mal so böse ist, rechtfertigt dies in Herrn Grewes Augen offensichtlich jede noch so unsinnige Tierquälerei. Mit ein wenig Ahnung von Lerntheorie weiß man, wie absurd das Ganze ist.

Betrachtet man den Film, fallen folgende Punkte am augenscheinlichsten auf:

1. Der Hund sucht Schutz bei der Halterin – und wird von ihr im Stich gelassen. Sie hilft ihm nicht, sondern gibt ihm durch ihr Ignorieren der anschließenden Misshandlung zu verstehen, dass er auf sich allein gestellt ist, wenn es um drohende Gefahr geht. Von ihr ist keine Hilfe zu erwarten. Dies wird sicher nicht dazu führen, dass er sich zukünftig besser fühlt und/ oder bereit ist, die Führung der Halterin zu überlassen. Und leider ist auch nicht davon auszugehen, dass Herr Grewe als verantwortlicher Leiter der Situation die Halterin darüber aufgeklärt hat, welche Auswirkungen dieser Vertrauensverlust für die Beziehung zwischen ihr und ihrem Hund hat.

2. Der Hund verhält sich offensichtlich angst-aggressiv gegenüber Menschen, die sich annähern, was selbst für im Ausdrucksverhalten recht unerfahrene Beobachter deutlich zu erkennen ist. Zusätzlich sieht man Elemente des erlernten Verhaltens: Dieser Hund hat in der Vergangenheit ganz eindeutig gelernt, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Statt ihm im Training nun Vertrauen in die Annäherung von Personen beizubringen, lernt er hier, dass er mit einem Futternapf ins Gesicht geschlagen wird, wenn er sich vor lauter Angst nicht mehr anders zu helfen weiß, als nach vorne zu gehen. Was ist der Lernprozess? Sicher nicht, dass die Annäherung von Fremden völlig in Ordnung ist und man ihnen vertrauen kann!

An fachlichen Irrsinn grenzt es schließlich, wenn Herr Grewe in seiner offiziellen Stellungnahme auch noch behauptet, der Hund sei nun gefahrloser zu führen! Um Himmels willen! Dieser Hund wurde einfach nur so stark eingeschüchtert und misshandelt, dass er sich (nicht mehr, noch nicht!) traut, nochmals nach vorne zu gehen. Aber wehe, wenn eine Situation eintritt, in der die Angst vor dem sich annähernden Reiz noch stärker ist als die Angst vor der Strafe. Dann wird dieser Hund mit einer nie dagewesenen Vehemenz nach vorne gehen, weil er nach diesen Erfahrungen zu Recht glaubt, um sein Leben kämpfen zu müssen.

Weiter schreibt Herr Grewe, er wollte den Hund mit diesen „verstärkten Maßnahmen öffnen“. Schön gewählte Worte für offensichtliche und sinnlose Tierquälerei. Nebenbei bemerkt an einem Hund ausgeführt, den man vorher seiner Wehrhaftigkeit beraubt hat, indem man ihm einen Maulkorb aufzog. Ich bin sicher, weder Herr Grewe noch sein Schüler hätten sich auch nur in die Nähe dieses Hundes gewagt und ihn schon gar nicht so übel behandelt, wenn dieser sich hätte wehren können. Blumige Worte gab es übrigens auch schon bei der Auswahl von Seminar- und Buchtiteln von CANIS: „Hoffnung auf Freundschaft“. Nun, wenn man als Freund von Herrn Grewe einen Blechnapf ins Gesicht geschlagen bekommt, ist man doch froh, nicht zu seinem Freundeskreis zu zählen.

Die auf dem Video zu sehenden Leinenrucks gehören zum Standard-programm der CANIS Ausbildung und auch schon in der Vergangenheit hat Herr Grewe nie einen Hehl daraus gemacht, dass er durchaus gewillt ist, auch härter durchzugreifen, wenn dies seiner Meinung nach nötig ist. Nun stellt sich die Frage, ob er überhaupt die Fachkompetenz hat, dies zu beurteilen?! Denn dass er in diesem Fall fachlich vollkommen versagt hat, ist offensichtlich und im vergangenen Jahr durfte sich ein Millionenpublikum bei STERN-TV ansehen, wie Herr Grewe unfähig war, einen Rottweiler unter Kontrolle zu halten, der Monate zuvor einen kleinen Jungen durch gezielte Bisse in den Kopf schwerst verletzt hatte. Wer gibt so jemandem immer wieder die Möglichkeit, mit Hunden, die im Sinne der Gefahrenverordnung auffällig geworden sind und ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen, zu arbeiten?!

Auf Facebook fand sich folgender Vorschlag an Herrn Grewe gerichtet: „Sehr geehrter Herr Grewe, da Sie mit Facebook umgehen können, gehe ich davon aus, dass Sie auch mit google umgehen können. Geben Sie dort doch einfach mal die Begriffe „positive Bestrafung und Folgen“ ein und Sie bekommen 3.580.000 Hinweise, was für einen maßlosen Unsinn Sie in Ihrer Stellungnahme abgegeben haben.“ Dem kann man nur zustimmen.

3. Last not least ist die Rolle des Ausbilders Michael Grewe interessant, denn schließlich schreibt er ja selbst, dass die ganze Szenerie während eines Seminars stattfand. Auffällig ist, dass keiner der Anwesenden vernünftig eingewiesen war. Der junge Mann, der den Hund hielt, war völlig planlos; das Einzige, was er schon richtig gut konnte, waren Leinenrucks ausführen und mit dem Napf sehr schnell und gezielt zuschlagen, was darauf schließen lässt, dass er dies nicht zum ersten Mal getan hat. Die Halterin hatte ebenfalls keine Ahnung, was warum zu tun ist. Während der „verstärkten Maßnahmen, die den Hund öffnen sollten“, erklärte Herr Grewe, was als Nächstes zu geschehen habe – während der Hund unendlich viele Beschwichtigungssignale zeigend und total gestresst und verzweifelt seiner Erwartungsunsicherheit überlassen wurde. Lernpsychologisch unglaublich. Und es kann doch nicht angehen, dass an einem – bereits auffällig gewordenen Hund, der laut Herrn Grewe schon mehrfach zugebissen und Menschen verletzt hat und bei dem die Einschläferung droht (!) – Azubis herumprobieren!

Herr Grewe schreibt in seiner Stellungnahme, dass er betroffen ist über den Hass, der ihm und seinen Mitarbeitern von Menschen entgegen schlägt, die doch gar nicht wüssten, wie er arbeitet. Wie kommt er nur darauf, dass die Menschen das nicht wissen?! Es ist doch ganz deutlich im Video zu sehen! Seine Ankündigung, er werde seiner Arbeit trotzdem treu bleiben wird, lässt nichts Gutes für die Hunde – und ihre Menschen – hoffen.

Nachdem sich Herr Grewe in der Vergangenheit oft über Kollegen belustigt hat, die auf positive Verstärkung und sanfte Erziehung setzen, die lieber erst mal eine vernünftige Verhaltensanalyse erstellen und dann an den Ursachen für die Probleme arbeiten, statt an den Symptomen herum zu strafen, die dem Tier mit Achtung und Respekt statt mit Gewalteinwirkung begegnen, möchte ich diese Stellungnahme mit einem chinesischen Sprichwort beenden:

„Man kann ein Pferd nicht mit Brüllen erziehen und dann erwarten, dass es auf Flüstern gehorcht.“ Gleiches gilt auch für Hunde. Wenn ich zukünftig gefragt werde, wo der größte Unterschied in der Trainerausbildung von CANIS und animal learn zu finden ist, werde ich auf dieses Video verweisen. Es beantwortet diese Frage eindeutig!

Bernau, 19. Dezember 2012
Clarissa v. Reinhardt
animal learn

Stellungnahme von Clarissa v. Reinhardt von animal learn zu den Äußerungen
über Herrn Grewe und Herrn Faß

Obgleich ich das Verhalten von Herrn Grewe von CANIS und Herrn Faß vom WOLFCENTER für absolut verabscheuungswürdig halte und mich hierzu ja auch
unmissverständlich geäußert habe, finde ich es nicht gut und vor allem nicht zielführend, die beiden persönlich zu bedrohen. Sicher ist es angesichts solcher Gemeinheiten, wie sie auf dem Video im Umgang mit dem Hund zu sehen
sind, sehr schwierig, sachlich zu bleiben. Ich für meinen Teil strebe auch gar nicht an, nur sachlich darüber zu diskutieren, wie einem denkenden und fühlenden Lebewesen so viel Unrecht und Leid zugefügt wird. Mir tut es weh
diese Bilder zu sehen, ich fühle mit dem Hund und bin voller Wut und Verzweiflung - aber man stellt sich mit Herrn Grewe und Herrn Faß auf eine Stufe, wenn man mit Gewaltandrohung gegen sie vorgeht... und wer will das
schon?!

Es ist gut zu wissen, dass der Deutsche Tierschutzbund, PETA, der IBH, das Deutsche Tierschutzbüro und viele weitere besorgte Organisationen und Einzelpersonen aktiv geworden sind und mit allen rechtlichen Mitteln gegen
dieses Verhalten vorgehen. Wer also wirklich etwas tun will, der schließe sich diesem Weg an. Durch Strafanzeige, Verbreitung des Videos und entsprechende Aufklärungsarbeit erreicht man sicher mehr als durch
unbedachte Äußerungen, die Herrn Grewe als bedauernswertes Opfer einer Hetzkampagne erscheinen lassen.

Clarissa v. Reinhardt
animal learn

Hier noch weitere Infos zum Fall Grewe:

Thomas Riepe (Chefredakteur Canisund, Magazin für Hundeartige und mehr): Weihnachtsgrüße oder die Frage zur Moral? Die Gedanken zum falsch benutzten Napf…

Berufsverband der Hundepsychologen: Aus aktuellem Anlass

Hundezeitung SitzPlatzFuss: Stellungnahme zu Michael Grewe